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Tagesgeld

Heutzutage wird von vielen Menschen das Tagesgeld samt seinen Vorteilen genutzt. Um dies jedoch tun zu können, muss man sich ein Tagesgeldkonto bei einem Finanzinstitut einrichten. Über das dort vorhandene Guthaben kann der Kontoinhaber täglich bestimmen und verfügen, wobei jegliche Art von Kündigungsfrist nicht existiert. Ein Unterschied und ebenso ein kleiner Nachteil gegenüber gängigen Girokonten ist die Tatsache, dass keine direkten Geldgeschäfte über das Tagesgeldkonto stattfinden können, also keine Überweisungen oder Lastschriften.

Die Verfügbarkeit über die Sparsumme gestaltet sich jedoch anders als es der Wortlaut der -freien Verfügbarkeit- wiedergibt. Nämlich ist das Konto nur über ein zweites zu benutzen. Es muss bei Abschluss des Vertrages eine Art Referenzkonto angegeben werden, in den meisten Fällen ein eigenes Girokonto, über welches man folglich indirekt über das Tagesgeldguthaben bestimmen und verfügen kann. Eine freie Verfügung über das Geld ist also nur möglich, überweist man davon auf das Referenzkonto, um von diesem dann das Geld benutzen zu können.
Es entstehen daneben die gängigen Wartezeiten bei Banküberweisungen von bis zu vier oder fünf Werktagen, die die Verfügbarkeit um einen erneuten Zeitraum versetzen und in die Länge ziehen.
Nur in wenigen Fällen kommt es vor, dass Banken ein Tagesgeldkonto samt Geldkarte aushändigen, damit man direkt vom Konto Geld abheben kann.
Die Zinsabwicklung gehört zu den weiteren Vorteilen des Tagesgeldkontos. Bei vielen Instituten meist jährlich erfolgend , geschieht dies bei Tagesgeldkonten vierteljährlich, was dem Kontoinhaber eine raschere Verfügung auch über die Zinsen gewährleistet.

 

Tagesgeld oder Festgeld: Was ist besser?

Immer wieder stellen sich Sparer die Frage, ob sie mit einer Festgeldanlage oder einem Tagesgeldkonto besser bedient sind. Diese Frage ist leider nur schwer pauschal zu beantworten. Die Antwort hängt maßgeblich davon ab, welche Voraussetzungen der Anleger mitbringt, und welche individuellen Wünsche und Ziele mit der Anlage verbunden sind. Festgeld besitzt insbesondere den Vorteil der hohen Planungssicherheit: Die Zinsen stehen bei einer Festgeldanlage von Vorneherein fest, und ändern sich über den gesamten, festgelegten Zeitraum der Geldanlage nicht mehr. So profitieren Anleger vor allem in Zeiten fallender Zinsen von ihrem Festgeldkonto, und können die einst höheren Zinssätze auch bei schlechter Marktlage noch eine Weile auskosten. Allerdings ist man mit dem Festgeldkonto nicht flexibel: Das Geld ist fest angelegt, und steht erst nach Ende der Laufzeit wieder zur Verfügung. Wer vorher an sein Geld heran will, riskiert, die ganzen Zinsen damit zu verlieren. Das Tagesgeldkonto ist anpassungsfähiger: Hier kann täglich über das angelegte Geld verfügt werden: Es bestehen keine Mindestanlagezeiträume, und die attraktiven Zinssätze gelten bereits ab dem ersten Euro. Während bei Festgeldanlagen in der Regel eine Mindestkapitalanlage im vierstelligen Bereich vorgeschrieben ist, kann auf dem Tagesgeldkonto auch ein Minimalbetrag angelegt werden. Die Zinsen auf dem Tagesgeldkonto sind variabel , und passen sich der Marktlage immer wieder aufs Neue an. Das kann positiv sein, wenn die Zinsen steigen – aber auch negativ, wenn die Zinsen fallen.

 
Dr. Lang
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